21 Jun 2012

Vor Urlaub in Kroatien Lippizzagestuet besuchen

Posted by Srsen Zdenka

lipizzanerDie Urlauber die in Kroatien Urlaub verbringen möchten, können erst in den Ort Lipizza eine Pause anlegen und dort als Besichtigungsobjekt das Stammgestüt der weltberühmten weißen Lipizzaner Pferde besichtigen.

Geschichte: – Das Gestüt wurde 1580 von Österreichischen Herzog Karl gegründet, dem damaligen Regenten, der auch über Krain, Istrien und Triest herrschte. Ausschlaggebend für die Wahl gerade dieses Ortes war, dass hier schon seit der Römerzeit Pferde gezüchtet wurden, die sich durch Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer auszeichneten. Aufgabe des Gestüts war es, den Hof in Wien, aber auch Graz, die Residenzstadt des Erzherzogs, mit guten Zug- und Reitpferden zu versorgen. Barron Khevenhüller beschaffte im Gründungsjahr in Spanien die für die geplante Zucht geeignet erscheinenden Pferde: Schimmel mit schönem Exterieur und hohen Gang. Weitere Pferde ähnlicher Artkaufte man in Rovigo (Italien) hinzu. Zu ihnen gesellten sich Dänische Pferde aus dem königlichen Gestüt in Frederiskborg, die ebenso wie alle anderen der „arabischen Linie“ verpflichtet schienen.

Während der Regierung von Maria Theresia (1740 bis 1780) besaß Lipica 150 Zuchtstuten. 1796, als Österreich mit Frankreich Krieg führte, wurde das Gestüt mit 300 Pferden zum ungarischen Szekesfehervar verlegt. 1805 musste man Lipica erneut verlassen; die Französen hatten sich inzwischen die besten Zuchtpferdeangeeignet. 1809 musste das Gestüt zum dritten Mal fliehen, wieder nach Ungarn. Nachdem die Tiere 1815 nach Lipica zurückgekehrt waren, entschied Kaiser Franz Joseph I., dass sie dort bleiben sollten. So konnte sich die Zucht ungestört bis zum Anfang des Ersten Weltkrieges entwickeln.

Als 1915 Italien in den Krieg eintrat, kam das Gestüt nach Luxemburgbei Wien, während junge Tiere im Hofgestüt Kladruby in Böhmeneine vorübergehende Unterkunft fanden. Als Lipica 1920 Italien zufiel, erhielt es 107 Pferde. In Österreich blieben 97, mit denen das Lipizzaner-Gestüt bei Piber aufgebaut wurde, das bis heute die Wiener Spanische Reitschule beliefert. Die Slowaken gründeten ein Lipizzaner-Gestüt in Topol`cianky.

In zweiten Weltkrieg wurde das Gestüt nach der Kapitulation Italiens nach Hostinec (Tschechoslowakei) verlegt. Dort fanden auch die Lipizzaner aus Pieber Aufnahme. Dazu kamen Pferde aus dem ehemaligen jugoslawischen Gestüt Duvanovo und dem polnischen Gestüt Janov. Vor den anrückenden Sowjets brachte US-General Patton die Pferde 1945 nach Schwarzenberg (Österreich). Im Mai des gleichen Jahres, kurz nach der deutschen Kapitulation, übernahm der Leiter der Spanischen Reitschule in Wien die weitere Verantwortung für die Pferde. Sie kamen nach Italien, nach Österreich und wurden schließlich im Herbst 1947 (nur noch 13 Tiere) nach ehemaligem Jugoslawien zurückgeführt.gestut

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