1 Jun 2011

Kunstgeschichte Kroatien

Posted by Srsen Zdenka

Korcula-FestungRomanik:In Dalmatien ist die Romanik zu Anfang des 13. Jahrhunderts voll entwickelt (Kathedrale von Trogir, in gotischen Zeit vollendet; schöner Glockenturms; reiches Skulpturenportal von Meister Radovan, 1240; Taufkapelle von Andreas Alesi, 1467; Johanneskapelle von Nikola Firentinac / Niccolo Fiorentino, nach 1468, schönstes Beispiel der Dalmatinischer Renaissance). Auch der Romanische Dom von Zadar (Sveta Stosija), eine Basilika mit einer prächtigen Fassade von 1324, fällt in diese Zeit freistehender Glockenturm). Der schönste romanische Campanile Dalmatiens ist der vom Rab (12. Und 15. Jahrhundert); der 61 m hohe Glockenturm vom Split im 13. Jahrhundert begonnen, wurde um 1900 erneuert.
Parallel zu der einheimischen Malerschule von Raska treten in Dalmatien die ersten einheimischen Bildhauer von überregionaler Bedeutung auf. Andria Buvina schnitzt 1214 das große Holztor der Kathedrale von Split, mit 28 Reliefs aus dem Leben Christi. Das schönste Portal Dalmatiens ist das Hauptportal der Kathedrale von Trogir. Von Meister Radovan dürften auch die Reliefs am Campanile von Split stammen.
Gotik:Zu Beginn des 14. Jahrhunderts entwickelt sich entlang der Adriaküste eine rege Bautätigkeit (Franziskanerkloster in Dubrovnik, unterer Kreuzgang romanisch, um 1350 von Miho aus Antivari; Dominikanerkloster ebendort, 1304-1306). Jede größere Stadt besaß damals eine eigene Maler- und Steinmetzwerkstatt. Die dalmatinische Plastik im 14. Jh. lässt sich gut an den Ciborien in den Kathedralen von Trogir, Zadar und Kotor erkennen. Ende des Jahrhunderts entsteht die Markuskirche von Zagreb mit skulptiertem Südportal.
Renaissance:In den dalmatinischen Städten entstehen im 15. Jahrhundert bedeutende Kunstwerke, zum Teil noch Spätgotik, zum Teil schon der Frührenessaince angehörig: Dom von Sibenik, 1431 im Stil der venezianischen Gotik begonnen und 1536 vom Renaissance-Baumeister Nikola Firentinac / Niccolo Fiorentino mit einer kühnen Vierungskuppel vollendet, reich skulptiertes Hauptportal, Löwenportal am nördlichen Seitenschiff, 72 Portraitköpfe an den Apsiden von Juraj Dalmatinac; an diese Kathedrale vermischen sich romanische, gotische und Renaissanceformen. 1435-41 errichtet Onofrio Giordano della Cava in spätgotischem Still den Rectorenpalast (Dvor) von Dubrovnik, Vorhalle nach Entwürfen des Florentiners Michelozzo Michelozzi; um 1250bbaut Petar Andrijic ebendort die Christus- oder Erlöserkirche (Sveti Spas), das schönste Beispiel dalmatinischer Frührenaissance.
Auch öffentliche Bauten und Privatpalais werden nun häufiger gebaut, meist mit stark gotischen Zügen (z. B. Palais Cipiko in Trogir). Wegen der anhaltenden Türkengefahr bauen die Städte ihre Befestigungen aus (u.a. Dubrovnik).
Die dalmatinischen Bildhauer des 15. Jahrhunderts arbeiten in Dalmatien und Italien. Boninus aus Mailand wirkt in Split und Sibenik , Georgius Dalmaticus / Juraj Matejev aus Zadar in Sibenik, Split und Dubrovnik. Die Kapelle des Ivan Ursin (1468) in Trogir ist ein Werk der Künstler Andria Alesi, Nikola Firentinec und Ivan Duknovic / Giovanni Dalmata. Dubrovnik besitzt im 15. Jahrhundert auch hervorragende Gold- und Silbe Schmiedemeister, so Jovan Progonovic und Jovann aus Basel. Auch die Dalmatinische Malerei löst sich im 15. Jahrhundert von den byzantinischen und gotischen Einflüssen. Die bedeutendste einheimische Malschule besitzt Dubrovnik mit den Meistern Nikola Bozidarovic und Mihajlo Hamzic. Die schwierigen politischen Verhältnisse (venezianische und türkische Fremdenherrschaft) bringen die eigenständige dalmatinische Kunstentwicklung fast zum Stillstand. Allerdings arbeiten viele venezianische Künstler für Dalmatien.

Barock:Durch den Verfall der türkischen Macht beginnt um 1700 ein neuer kultureller Aufschwung. In Slowenien entwickelt sich das Barock in Zusammenhang mit den Kräften der Gegenreformation (Jesuiten). Auch das Barock ist in Kroatien vor allem von italienischen Künstlern getragen, so dem Maler Giulio Quaglio, dem Bildhauer Francesco Robba und dem Architekten Marino Groppelli (Dubrovnik: Sveti Vlaho, Blasius Kirche, 1706-1715). Während die Blasius Kirche in Venezianischen Barock erbaut ist, weisen die Kathedrale (Velika Gospa, 1671-1713) und die Jesuiten Kirche Stilelemente des römischen Barock auf. Im Laufe des 17. Und 18. Jahrhunderts gewinnen die einheimischen Künstler an Ansehen, bleiben aber von lokaler Bedeutung. Vor allem die Meister des ländlichen Barock (Hinter Glass und Ikonenmalerei, Holzschnitzerei) entwickeln künstlerische Eigenständigkeit.

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